Der Hohlandsburg letzter Tag

Joseph Richert


La pièce de Joseph Richert fut jouée par la Laurentia en 1924 (13 fois), 1938-39 (11 fois), 1953-54 (12 fois), et 1962 (11 fois).


Représentation de 1953 (collection Claude Baumann) 

1953-54. Wintzenheim. Un grand événement théâtral 

La société chorale "Laurentia" présentera demain dimanche, 20 décembre, à 15 heures, la pièce historique et dramatique en 4 actes de feu Richert J., son ancien vice-président, "Die letzten Tage der Hohlandsbourg". Tirée de la chronique de Wintzenheim et traitant la vie peu honorable des seigneurs de nos châteaux (Hohlandsbourg, Pflixbourg et Schrankenfels) pendant la guerre de 30 ans (journées du 26 et 27 juillet 1635) avec les costumes de ce temps, la pièce est appelée à attirer grande affluence et à connaître plusieurs représentations. Un décor tout neuf et changeant dans chaque acte contribuera dans une large part au grand succès. Les billets d'entrée pourront être touchés à l'avance au restaurant "Café Américain" ou dans celui de la "Ville de Colmar", les deux, rue Clemenceau. 

Source : L'Alsace du 19 décembre 1953


Nachtrag


zu meinem Theaterwerk : "Der Hohlandsburg letzter Tag", den finstern Ritter Johann von Schrankenfels betreffend (Uraufführung 1924, Première 1938 im Saalbau der "Laurentia" in Wintzenheim (Haut-Rhin).

Vor dem Skizzieren meines Schrankenfels d.h. dessen Charakterzüge, las ich in einer Chronik : "bloses Nennen des Namens Schrankenfels liess damals die Bewohner des Tales erzittern, die Jungfrauen und Mütter aufschreien".

Nicht ein Trugbild konnte also diese furchtbare Ueberlieferung mir zeigen :

Ich sah, geistigen Auges, klar die damaligen Schrecken einer sonst friedlichen Sternennacht, sah im fahlen Mondlicht deutlich Helme blitzen, sah einen schwarzen, grausamen Ritter an der Spitze einer Schreckensschar.

Mir bangte vor dem unheimlichen Blick, dem triumphierenden, grausamen Lächeln um den wohllustigen Mund dieses Führers. Jawohl, Schrankenfels den Wüstling, das Werkzeug aller Laster, sah ich unterwegs. Ich sah ihn, den Geier, wie er auszog, um ein armes, menschlisches Kleinod zu rauben. Ich hörte sogar seine höhnende Stimme : "verkrieche dich immerfort, neuentdecktes Taübchen, mir entfliegst du nicht ; dich, unberührte Vogesenblume, werde ich in dieser Nacht noch brechen, werde dich zur Hetäre herabwürdigen erst mir und dann meinesgleichen zur sinnlichen Lust, bei Wein und Gesang. Schändernd hörte ich sein heisseres Lachen, ein Lachen, wie nur den leibhaftige Satan es tun kann, wenn ein armes, schwaches Menschenkind in seinen Krallen verblutet. "Es lebe Schrankenfels !" hörte ich seine Lüstlinge brüllen und dann ihn, den Lastervollen selbst : "Erst entblöst mir die Schamhafte vollständig, dann her dem Leckerbissen !".

Ich sah des verzweifelt ringenden Opfers goldschimmerndes Haar, dass in weichen Wellen die reinen Schultern umfloss, sah die in Schrecken brennenden Augen, die tief aus ihren Höhlen starrten und die erstickenden Schreie dieser Aermsten aller Armen, liessen mich einen Schrankenfels auferstehen.

Bonséjour (Ribeauvillé), an Weihnachten 1938

Joseph Richert


Joseph Richert

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